Raphael Rössel Serie 3 Tenor

  • Das neue "Meisterstück" von Raphael ist eine Tenor der Serie 3 mit Fichtendecke und Korpus aus Pflaume, beides einheimische Hölzer. Die Fichtendecke ist dabei über 30 Jahre (!!) abgelagert.

    Auch hier zeigt der junge Mann, was er kann:-)) Zunächst benutzt er natürlich nur die feinsten Zutaten (z.B. Rubner Luxusmechaniken mit Teflongewinde und Ebenholzflügeln und Edelstahl für die sidedots, damit diese nicht anlaufen können und dann nicht mehr so gut sichtbar sind). Die Bridge, das Griffbrett, das Kopf-plattenfurnier und ein Teil des Bodens sind aus Rocklite, Sattel und Stegeinlage aus Knochen.

    Bei der Konstruktion kombiniert Raphael alteingesessene Handwerkskunst mit den neuesten Ideen des Gitarren- und Ukulelenbaus. Das Griffbrett ist "erhaben", das bedeutet im Grunde, es ist weiter von der Decke entfernt. Bei der klassischen Gitarre, die traditionell ohne Cutaway kommt, wurde dieses Feature entwickelt, damit man mit der linken Hand leichter die hohen Lagen erreichen kann. Bei der 12-Bund-Ukulele von Raphael hat das zunächst auch diesen Vorteil, aber es ermöglicht auch das hawaiianische Up-Picking, ohne daß man einen Cutaway benötigt (wie z.B. von Mike Da Silva für James Hill entwickelt).

    Zwei weitere brandneue Features sind die sog. "Konsolen" auf der Zarge innen im Korpus und die nach hinten ( weg vom Griffbrett ) gekippte Stegeinlage. Die Konsolen sind senkrecht auf der Zarge innen aufgeleimte Hölzer, die die Zarge versteifen und somit einen druckvolleren Ton erzeugen. Das gleiche unterstützt man durch die gekippte Stegeinlage, die einen höheren Andruck der Saite auf der Einlage erzeugt. 

    Und natürlich verbaut Raphael auch ein gewölbtes Griffbrett mit einem Radius von 16 Zoll.

    Der Korpus der Ukulele ist perfekt hochglanz lackiert, der Hals sowie die Kopfplatte sind matt geblieben. Überhaupt ist die Verarbeitung von Raphael absolute Weltklasse und kann sich durchaus mit namhaften Herstellern wie Noa Bonk (Ko'olau) und sogar Eric DeVine messen.

    Und das Schönste an der Ukulele ist: der Sound kann mit der Verarbeitung locker mithalten. Bereits beim ersten Akkord ist man überrascht/begeistert, wie laut und druckvoll die Ukulele klingt. Die Saitentrennung ist hervorragend, polyphones Spiel wie z.B. Bach wird hier detailgetreu umgesetzt. Die Intonation ist natürlich großartig, und selbst in den höchsten Lagen klingt jeder Ton voll. Das Instrument setzt Spieltechniken wie Fingervibrato klangstark um, unterschiedliche Anschlags-positionen der rechten Hand werden sehr musikalisch abgebildet.

    Kurz: ein Instrument, das in der obersten Liga (DeVine, Da Silva, Ko'olau) mitspielt, sich aber durch einen sehr charakteristischen Ton und einige Konstruktionsfeatures sogar deutlich abhebt.

    Ich prophezeie erneut: dieser junge Mann wird ein ganz Großer in der Ukulelen-welt!

      • Decke: Fichte
      • Boden/Zargen: Pflaume/Rocklite
      • Mensur: 427 mm ( Tenor )
      • Deckeneinfassung: vierlagig Pflaume / Ahorn / gefärbter Ahorn
      • Bodeneinfassung: vierlagig Pflaume / Ahorn / gefärbter Ahorn
      • Hals: Kirsche
      • Griffbrett: Rocklite
      • Einlagen: sidedots Edelstahl 5. / 7. / 10. / 12. 15. Bund
      • Sattel/Steg: Knochen
      • Brücke: Rocklite 
      • Mechaniken: Rubner Luxusmechaniken mit Teflongewinde und Ebenholzflügel
      • Rosette: 11-lagig (!!) Pflaume/Ahorn / gefärbter Ahorn
      • Kopfplatte: Rocklite-Furnier / Ahorn   / gefärbter Ahorn
      • Halsbreite 1./12. Bund: 37 /47 mm
      • Gewicht: 592 Gramm
      • Deckenbreite max: 21,8 cm
      • Zargenhöhe max: 7 cm
      • Bünde: 17
      • Crossrock Fiberglas Case
      • Extras : Bevel, Soundport, elevated fretboard, Konsolen

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