MAESTRO UT-CO 8-string

  • Bereits im letzten Jahr hatte ich das seltene Vergnügen, zwei Maestro UT-K als Achtsaiter zu bekommen. Als ich Hozen in diesem Jahr wieder auf der NAMM traf, erzählte er mir, er habe jetzt auch ein paar wenige Achtsaiter mit anderen Hölzern gebaut, u.a. auch eine UT-CO. Da ich ein großer Fan dieses Modells bin, mußte ich  diese natürlich gleich bestellen. Und wie auch bei der UT-K 8-string gibt es diese einzigartigen Instrumente momentan europaweit nur bei mir:-))

    Und einzigartig sind sie wirklich. Das Angebot an 8-Saitern ist ja nicht besonders groß und wird noch viel kleiner, wenn man keine chinesische Massenware kaufen möchte. Sucht man dann nach Features wie gewölbtem Griffbrett oder Bevel, wurde man bisher nirgends fündig - bisher...

    Ich hatte auch noch nie eine 8-Saiter mit gewölbtem Griffbrett in der Hand, kann jetzt aber sagen, daß dieses Feature die Bespielbarkeit der acht Saiten deutlich erleichtert. Das kommt natürlich die bei Maestro immer sehr flach eingerichtete Saitenlage und das perfekte Set-Up - das hat schon was.

    Und der Sound steht dem Handling in nichts nach - eine Klangfülle, die keine viersaitige Ukulele erzeugen kann, durch das Koa mit einer enormen Wärme versehen. Selbst single lines oder Fingerpicking ist problemlos möglich und klingt super. Die UT-CO 8-string klingt um einiges kräftiger und lauter als ihr Pendant aus Koa, daß eher mit Wärme punktet. Eine Kanone auf Anabolika sozusagen:-))

    Hozen ist mittlerweile zu einer anderen Brücke übergegangen. Der 8-Loch-Steg erzeugt zwar einen hohen Andruck der Saite auf der Stegeinlage, manchen Kunden sei das Saitenaufziehen aber zu "kompliziert". Daher hat Hozen bei dieser 8-Saiter die sog. "string through" Bridge verwendet. Man fädelt die Saiten - wie bei Romero - durch das Loch im Steg, schiebt sie so weit durch, bis man sie aus dem Schalloch herausziehen kann, verknotet das Ende und zieht die Saite wieder zurück. Ob das nun einfacher ist?? Wie auch immer erzeugt diese Stegkonstruktion ebenfalls einen sehr hohen Andruckwinkel der Saiten und garantiert so einen optimalen Sound.

    Bisher waren die besten 8-strings, die ich gespielt habe, eine Kanile'a und eine  Kamaka. Beide kosten allerdings über 500,- Euro mehr als die Maestro, und diese kann nicht nur klanglich absolut mit diesen mithalten, sondern bietet auch noch Features, die es sonst nirgends gibt. Einmalig!!

    Die Fotos zeigen das konkret zum Verkauf stehende Instrument, die Seriennummer lautet 1801-1151.Ein stylischer Koffer ist im Preis enthalten - und die gibt es selten für 8-Saiter!


    • Decke: massive Zeder
    • Boden/Zargen: massives Cocobolo
    • Mensur: 430 mm ( Tenor )
    • Deckeneinfassung: Ahorn / Abalone
    • Bodeneinfassung:  Ahorn / schwarz
    • Hals: Khaya Mahagoni
    • Griffbrett: Ebenholz, gewölbt
    • Einlagen: Palme aus Abalone im 12.-14. Bund
    • Sattel/Steg:  Knochen
    • Brücke: 8-Loch-Steg aus Ebenholz
    • Mechaniken: verchromt / übersetzt
    • Rosette: dreilagig Abalone / Holzlinien
    • Kopfplatte: Cocobolofurnier mit Fichtenzierstreifen
    • Halsbreite 1./12. Bund: 38 / 46 mm
    • Gewicht: 790 Gramm
    • Deckenbreite max: 20 cm
    • Zargenhöhe max: 6,5 cm
    • Bünde: 19
    • Extras: 8-Saiter, Soundport in der Zarge, gewölbtes Griffbrett, spez. Bracing System aus Fichte, Koffer 

  • Eine kleine, aber feine Manufaktur in Singapur, die Gitarren und Ukulelen auf Boutique-Level bauen - und das allerdings „heavily underpriced“ (Kommentar der berühmten Gitarrenbauerin Linda Manzer).

    Ich habe den Chef Hozen auf der Messe Frankfurt 2014 kennengelernt und war sofort begeistert von dem unglaublich hohen Niveau ihrer Instrumente. Details wie Schalloch in der Zarge, gewölbtes Griffbrett, Acht-Loch-Steg, spezielles Beleistungssytem und vieles mehr ließen mich einen Preis weit jenseits der 1000,-Euro-Marke erwarten.

    Als sie mir die Preise dann nannten, habe ich sofort zwei Ukulelen für mich gekauft - und kurze Zeit später noch ein paar mehr für meinen Shop. Ein echter Geheimtip!!

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