MAESTRO UT-PA SB Tenor

  • Alle Ukulelen der Island Series sind handgebaut und haben einige Features, die sie von allen anderen Herstellern abheben: zusätzliches Schalloch in der Zarge, gewölbtes Griffbrett, 8-Loch-Steg und ein extra für die Ukulele entwickeltes Beleistungssystem.

    Die Namensgebung ist auf den ersten Blick verwirrend, doch einfach zu entschlüsseln: UT steht für Tenorukulele, PA für Padauk, S für das zusätzliche Schalloch und B für den Bevel.

    Hozen, der Chef von Maestro bildet sich ständig fort, besucht Meisterklassen für Instrumenten-bau und tauscht sich mit den Größen des Fachs aus. Das führte 2017 zu einer neuen Korpusform der Tenorukulelen.
    Die Decke wurde vergrößert - besonders im oberen Bereich - und die Taille der Zarge nach oben verschoben, so daß diese nun fast mittig auf der Höhe des Schallochs sitzt.

    Das gibt der Ukulele zunächst einmal einen moderneren Look. Dazu passend hat Hozen die Form der Kopfplatte verändert, was ein sehr stimmiges Design ergibt.
    Über das bloße Design hinaus führt das auch dazu, daß die C- und E-Saite hinter dem Sattel nahezu gerade zum Wirbel geführt werden, was zu weniger Reibung und damit zu leichterem Stimmen führt.

    Hozen verwendet nur die besten Zutaten für seine Ukulelen, das Bracing ist aus Adirondeck-Fichte, der Hals ist mit Carbonfiber verstärkt, der Hals in Schwalbenschwanz-Manier gebaut, und er benutzt amerikanischen Hautleim.

    Und wie wirkt sich die neue Korpusform auf den Sound aus? Ein direkter Vergleich ist mir leider nicht möglich, da ich kein 2016er Modell der UT-PA mehr habe.

    Ich kann aber mit Sicherheit sagen, der Sound ist nicht schlechter geworden:-)) Warm und weich mit einer deutlichen Anlehnung an Koa wie bereits beim alten Modell ist die UT-PA ein "Ohrenschmeichler". Sie behält über das gesamte Griffbrett diesen warmen Ton bei,  selbst in den höchsten Lagen klingt sie nie schrill oder dünn, sondern immer ausgewogen. Man kann sich förmlich reinlegen in diesen Ton...

    Für mich das perfekte Instrument für das Solospiel, aber eher James Hill als Jake S.

    Dieses Modell wurde übrigens in der Ausgabe 02/17 der "Akustikgitarre" von Jens Hausmann getestet. Sein Fazit: "...in Klang, Bespielbarkeit und Verarbeitung absolut überzeugen, beweist Maestro ...vortreffliche Qualität. Das Preis-Leistungsverhältnis ist hervorragend."

    Ein sehr stylischer Koffer in Antiklederoptik ist im Preis enthalten.

    • Decke: massives Padauk
    • Boden/Zargen: massives Padauk
    • Mensur: 425 mm ( Tenor )
    • Deckeneinfassung: dreilagig Ahorn/schwarz
    • Bodeneinfassung: zweilagig Ahorn/schwarz
    • Hals: Khaya Mahagoni
    • Griffbrett: Ebenholz, gewölbt
    • Einlagen: Ranke aus Holz im 10. bis 17. Bund
    • Sattel/Steg:    Knochen
    • Brücke: 8-Loch-Steg aus Ebenholz
    • Mechaniken: Grover 12:1
    • Rosette: siebenlagig Perlmutt/Ahorn/Holzlinien
    • Kopfplatte: Padaukfurnier mit Fichtenzierstreifen
    • Halsbreite 1./12. Bund: 38 / 44 mm
    • Gewicht: 680 Gramm
    • Deckenbreite max: 23,2 cm
    • Zargenhöhe max: 7 cm
    • Bünde: 19
    • Extras: Soundport in der Zarge, gewölbtes Griffbrett, spez. Bracing System aus Fichte, Koffer 

     

  • Eine kleine, aber feine Manufaktur in Singapur, die Gitarren und Ukulelen auf Boutique-Level bauen - und das allerdings „heavily underpriced“ (Kommentar der berühmten Gitarrenbauerin Linda Manzer).

    Ich habe den Chef Hozen auf der Messe Frankfurt 2014 kennengelernt und war sofort begeistert von dem unglaublich hohen Niveau ihrer Instrumente. Details wie Schalloch in der Zarge, gewölbtes Griffbrett, Acht-Loch-Steg, spezielles Beleistungssytem und vieles mehr ließen mich einen Preis weit jenseits der 1000,-Euro-Marke erwarten.

    Als sie mir die Preise dann nannten, habe ich sofort zwei Ukulelen für mich gekauft - und kurze Zeit später noch ein paar mehr für meinen Shop. Ein echter Geheimtip!!

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