Koaloha KSM-T2 #1 Sopran mit Tenorhals

  • Das Video oben habe ich vor fünf Jahren, also 2016 aufgenommen. Das war auch das letzte Mal, daß ich eine T2, also eine Sopran mit einem Tenorhals bekommen hatte (bei Koaloha heißt dieses Modell auch "Giraffe":-)).

    2021 hat Koaloha wieder mal wenige Modelle gebaut, davon habe ich drei bekommen.

    Nicht viele Hersteller bauen diese Kombination, und schon gar nicht in dieser Qualitätsklasse. Das finde ich sehr schade, denn sie gibt dem Spieler einen einzigartigen Sound.
    Bereits die Koaloha Concert Longnecks klingen „ukuleliger“ als ihre Tenor. Durch die kleinere Decke ist der Frequenzschwerpunkt der KCM-02 höher angesiedelt als bei der KTM-00. Das wird nun noch einmal getoppt von der T2 mit dem Soprankorpus.

    Dabei klingt es nie dünn, ganz im Gegenteil. Koaloha ist bekannt für ihren warmen und druckvollen Sound, und den liefert auch die T2. Lediglich die tiefen Frequenzen sind etwas ausgedünnt, die Höhen kommen aber präsenter - fast wie ein sog. Kuhschwanzfilter beim Equalizer.

    Das Einsatzgebiet der T2 ist breit gefächert. Ein Liebhaber der Tenormensur kommt hier in Klangbereiche, die man eigentlich von einer Sopran kennt. Und wer eben genau diesen Sopransound sucht, aber mit der kurzen Mensur und dem schmalen Hals einer Sopran so seine Probleme hat, wird hier ebenfalls fündig.

    Kurzum: ein einzigartiges Instrument, das jede Sammlung bereichert, gebaut von einer meiner Lieblingsmanufakturen mit einem großartigen Sound.

    Das einzig Störende ist die Kopflastigkeit. Koalohas neigen wegen ihrer großen Kopfplatte eh leicht dazu. Die Kombination von diesem kleinen Korpus mit dem langen Hals verstärkt das natürlich. Ich würde daher auf jeden Fall dazu raten, dieses Instrument mit einem Gurt zu spielen, am besten einem mit breiter Schulterauflage. Dann ist die Kopflastigkeit leicht zu kontrollieren und man kann sich ungehindert an diesem speziellen Sound erfreuen.

     Neu bei Koaloha : sie legen jeder Ukulele gratis ein Boveda humidity pack bei, daß die relative Luftfeuchtigkeit bei 49% hält. Das Besondere an den Boveda-Produkten ist, daß sie in beide Richtungen arbeiten, also nicht nur Luftfeuchtigkeit hinzufügen, sondern auch bei zu feuchtem Klima diese reduzieren. Nochmals großartig!

    Eine meine absoluten Lieblings-Tenorukulelen hat eine kleine Schwester bekommen:-))

    • Decke: Koa massiv
    • Boden/Zargen: Koa massiv
    • Mensur: 434 mm ( Tenor )
    • Deckeneinfassung: keine
    • Bodeneinfassung: keine
    • Hals: Sapele
    • Griffbrett: Ebenholz
    • Einlagen: Abalone dots 5./7./10./12. Bund
    • Sattel/Steg: TUSQ
    • Brücke: Ebenholz
    • Mechaniken: übersetzt, schwarz mit Koaloha-Label
    • Rosette: keine
    • Kopfplatte: „5-pointed crown“ Design
    • Halsbreite 1./12. Bund: 38 /46 mm
    • Gewicht: 530 Gramm
    • Deckenbreite max: 18 cm
    • Zargenhöhe max: 5,8 cm
    • Bünde: 19
    • Extras: Korpusansatz 15. Bund, „Musubi“-Schalloch, spezielles Bracing, Abalone-Logo in der Kopfplatte, high gloss finish

  • Auf der NAMM 2015 lernte ich auch Paul Okami und die Koaloha-Familie kennen. Natürlich war mir Koaloha als eines der großen „K“ aus Hawaii bekannt, und das Design mit der einzigartigen Kopfplatte und der eliptischen Rosette ist unverwechselbar.Unbekannt war mir bis dahin allerdings, wie großartig ihre Ukulelen klingen, druckvoll, laut und klar wie ich es selten von Koa-Ukulelen gehört habe.

    Im Anschluß an die NAMM besuchte ich ihre Werkstatt auf Oahu und war sehr beeindruckt von der Leidenschaft, mit der sie ihre Ukulelen bauen. Hier wird alles in alter Tradition von Hand gefertigt und die ständige Suche nach dem „besten“ Klang führte zu vielen Innovationen, die den Koaloha-Sound einmalig machen.

    Neben der elliptischen Rosette tragen drei Besonderheiten sehr viel zum typischen KoAloha-Sound bei: KoAloha verzichtet auf die „Reifchen“, mit denen man normalerweise die Zargen an Boden und Decke leimt. Sie erhöhen die Dicke der Zargen und können so Boden und Decke direkt aufleimen. 

    Dann haben sie das typische Bracing einer Ukulele verändert und benutzen eine Art Rahmen, der nicht nur die Decke stützt, sondern auch an den Zargen und am Boden angeleimt wird (das führt auch zu einer erheblich höheren Stabilität des Instruments, eingesunkene Decken wird es bei KoAloha nicht geben). 

    2016 wurden die Modelle überarbeitet, das KoAloha-Label in der Kopfplatte besteht jetzt aus Abalone, die Griffbretter sind aus Palisander. Was mir besonders gefällt, ist der Umstand, daß KoAloha intensiv an der Qualität des Finishes ihrer Ukulelen gearbeitet hat. Waren zuvor manchmal kleine Einschlüsse oder Vertiefungen erkennbar, kommen die neuen Modelle in einem wunderbar glatten Finish.

    KoAloha ist überzeugt von der Qualität ihrer Ukulelen und bietet daher ihre „Better Than The Weather“-Garantie an. Der Käufer einer KoAloha hat lebenslang Anspruch auf eine kostenlose Reparatur bei mangelhafter Verarbeitung oder defekten Materialien.

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