KoAloha KSM-10 Sopran Pikake

  • Erstaunlich, was ich so manchmal in meinem Lager finde:-))

    Diese Sopran mit matter Lackierung (Koaloha nennt das "Pikake") hatte ich bei meinem Besuch 2018 zusammen mit noch einer zweiten bestellt. Die zweite wurde dann sehr schnell verkauft, und irgendwie hatte ich vergessen, daß die erste noch im Lager liegt.

    Beim Aufräumen fiel sie mir nun - immer noch originalverpackt im weißen Karton - zufällig in die Hände. 
    Koaloha hat die Produktion der Pikake-Modelle im Januar 2019 eingestellt, daher ist die KSM-10 das einzige Exemplar seiner Gattung, daß neu und ungespielt zu haben ist.

    Die matte Lackierung hat natürlich klangliche Auswirkungen. Die KSM-10 hat einen stärkeren Höhenanteil, die Töne kommen noch "knalliger". Es klingt fast, als ob man einen guten Kompressor vorgeschaltet hat. 

    Und natürlich ist die Haptik der matten Lackierung unterschiedlich, nicht nur für den Daumen der linken Hand am matten Hals. Auch der Korpus fühlt sich mit dieser Lackierung irgendwie "holziger" an. 

    Ein besonderes Instrument mit einem einzigartigen Klang, das es so nicht mehr gibt, zu einem Preis, den es ebenfalls nicht mehr gibt:-))

  • Decke: Koa massiv
    Boden/Zargen: Koa massiv
    Mensur: 354 mm ( Sopran )
    Deckeneinfassung: keine
    Bodeneinfassung: keine
    Hals: Sapele
    Griffbrett: Koa mit Ebenholz-Binding
    Einlagen: Abalone dots 5./7./10./12. Bund
    Sattel/Steg: TUSQ
    Brücke: Ebenholz 
    Mechaniken: direkt, orange mit Koaloha-Label
    Rosette: keine
    Kopfplatte: „5-pointed crown“ Design
    Halsbreite 1./12. Bund: 37 /45 mm
    Gewicht: 380 Gramm
    Deckenbreite max: 18 cm
    Zargenhöhe max: 5,8 cm
    Bünde: 12
    Extras: „Musubi“-Schalloch, spezielles Bracing, Ebenholz-Logo in der Kopfplatte, Pikake (matt) finish, Worth clear Saiten

  • Auf der NAMM 2015 lernte ich auch Paul Okami und die Koaloha-Familie kennen. Natürlich war mir Koaloha als eines der großen „K“ aus Hawaii bekannt, und das Design mit der einzigartigen Kopfplatte und der eliptischen Rosette ist unverwechselbar.Unbekannt war mir bis dahin allerdings, wie großartig ihre Ukulelen klingen, druckvoll, laut und klar wie ich es selten von Koa-Ukulelen gehört habe.

    Im Anschluß an die NAMM besuchte ich ihre Werkstatt auf Oahu und war sehr beeindruckt von der Leidenschaft, mit der sie ihre Ukulelen bauen. Hier wird alles in alter Tradition von Hand gefertigt und die ständige Suche nach dem „besten“ Klang führte zu vielen Innovationen, die den Koaloha-Sound einmalig machen.

    Neben der elliptischen Rosette tragen drei Besonderheiten sehr viel zum typischen KoAloha-Sound bei: KoAloha verzichtet auf die „Reifchen“, mit denen man normalerweise die Zargen an Boden und Decke leimt. Sie erhöhen die Dicke der Zargen und können so Boden und Decke direkt aufleimen.

    Dann haben sie das typische Bracing einer Ukulele verändert und benutzen eine Art Rahmen, der nicht nur die Decke stützt, sondern auch an den Zargen und am Boden angeleimt wird (das führt auch zu einer erheblich höheren Stabilität des Instruments, eingesunkene Decken wird es bei KoAloha nicht geben).

    2016 wurden die Modelle überarbeitet, das KoAloha-Label in der Kopfplatte besteht jetzt aus Abalone, die Griffbretter sind aus Palisander. Was mir besonders gefällt, ist der Umstand, daß KoAloha intensiv an der Qualität des Finishes ihrer Ukulelen gearbeitet hat. Waren zuvor manchmal kleine Einschlüsse oder Vertiefungen erkennbar, kommen die neuen Modelle in einem wunderbar glatten Finish.

    KoAloha ist überzeugt von der Qualität ihrer Ukulelen und bietet daher ihre „Better Than The Weather“-Garantie an. Der Käufer einer KoAloha hat lebenslang Anspruch auf eine kostenlose Reparatur bei mangelhafter Verarbeitung oder defekten Materialien.

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