KoAloha KSM-00 Sopran Silver # 43

  • Bereits bei meinem Besuch auf Hawaii im Februar 2020 hatte ich die Vermutung, daß sich Koaloha mit der Produktion von 1000 Silvers etwas überschätzt hat, denn sie müssen ja auch die "normalen" Modelle weiter fertigen. Als es nun zum Corona-Shutdown auf Hawaii kam, mußte ich befürchten, nur noch sehr wenige Silvers zu bekommen. Und wie lange das noch dauern würde, darüber wollte ich gar nicht nachdenken.

    Nun packe ich gerade die zwei sehr großen Kisten aus, die mir Koaloha trotz des  shutdown geschickt hat und traute meinen Augen kaum: obwohl im Lieferschein nur "normale" Concerts, Tenors und Tenor Slim stehen, liegen ganz oben zwei Silver Sopranos!

    Und wer sich die Seriennummern ansieht (42 und 43), wird verstehen, warum ich nicht glaube, daß es bis zum Jahresende 250 Stück davon geben wird. Die seltenen Ukulelen werden vermutlich noch viel seltener als von Koaloha ursprünglich geplant:-))

    Und das habe ich im Februar zu meinen ersten Silvers geschrieben:

    Zum 25-jährigen Firmenjubiläum legt Koaloha die sog. "Silver"-Serie auf. Diese ist limitiert auf 1000 Stück, davon 500 Tenors, 250 Concerts und 250 Sopranos.

    Ich hatte bereits auf der NAMM die Möglichkeit, diese Ukulele zu spielen und fand sie sehr vielversprechend. Nach der NAMM flog ich wieder nach Hawaii und durfte mir bei Koaloha die ersten sechs Ukulelen aussuchen - je zwei Tenors, Concerts und Sopranos.

    Im Unterschied zu den Standardmodellen kommen alle Silvers - auch Sopran und Concert (!!) - mit gewinkelten Mechaniken mit einer Übersetzung von 1:21. Das ist für mich die größte Neuerung, endlich eine Koaloha Sopran mit übersetzten Tunern:-))
    Dann haben sie eine "headplate" (Kopfplattenfurnier) auf Ebenholz wie sonst nur bei den Red Labels üblich. Und schließlich kommen sie mit einem Label mit Seriennummer, das gab es bei Koaloha auch noch nicht.

    Klanglich unterscheiden sie sich wenig von den Standardmodellen, da die o.g. Veränderungen kaum Einfluss auf den Sound haben. Aber ehrlich gesagt gibt es eh kaum etwas zu verbessern am Koaloha-Sound, für mich ist sie immer noch eine der Top 3 Sopranukulelen (und die anderen beiden sind custom ukes für den dreifachen Preis:-)).

    Den Aufpreis von 150,- Euro für ein Silver-Modell finde ich für die Extras moderat, vor allem, wenn man bedenkt, daß diese Ukulelen mit Sicherheit zu Sammlerstücken werden.

    • Decke: Koa massiv
    • Boden/Zargen: Koa massiv
    • Mensur: 354 mm ( Sopran )
    • Deckeneinfassung: keine
    • Bodeneinfassung: keine
    • Hals: Sapele
    • Griffbrett: Ebenholz
    • Einlagen: Abalone dots 5./7./10.Bund
    • Sattel/Steg: TUSQ
    • Brücke: Ebenholz
    • Mechaniken: gewinkelt mit Koaloha-Label, Übersetzung 1:21
    • Rosette: keine
    • Kopfplatte: „5-pointed crown“ Design
    • Halsbreite 1./12. Bund: 38 /46 mm
    • Gewicht: 390 Gramm
    • Deckenbreite max: 18 cm
    • Zargenhöhe max: 5,8 cm
    • Bünde: 12
    • Extras: Jubiläumsmodell, „Musubi“-Schalloch, spezielles Bracing, Abalone-Logo in der Kopfplatte, high gloss finish

  • Auf der NAMM 2015 lernte ich auch Paul Okami und die Koaloha-Familie kennen. Natürlich war mir Koaloha als eines der großen „K“ aus Hawaii bekannt, und das Design mit der einzigartigen Kopfplatte und der eliptischen Rosette ist unverwechselbar.Unbekannt war mir bis dahin allerdings, wie großartig ihre Ukulelen klingen, druckvoll, laut und klar wie ich es selten von Koa-Ukulelen gehört habe.

    Im Anschluß an die NAMM besuchte ich ihre Werkstatt auf Oahu und war sehr beeindruckt von der Leidenschaft, mit der sie ihre Ukulelen bauen. Hier wird alles in alter Tradition von Hand gefertigt und die ständige Suche nach dem „besten“ Klang führte zu vielen Innovationen, die den Koaloha-Sound einmalig machen.

    Neben der elliptischen Rosette tragen drei Besonderheiten sehr viel zum typischen KoAloha-Sound bei: KoAloha verzichtet auf die „Reifchen“, mit denen man normalerweise die Zargen an Boden und Decke leimt. Sie erhöhen die Dicke der Zargen und können so Boden und Decke direkt aufleimen.

    Dann haben sie das typische Bracing einer Ukulele verändert und benutzen eine Art Rahmen, der nicht nur die Decke stützt, sondern auch an den Zargen und am Boden angeleimt wird (das führt auch zu einer erheblich höheren Stabilität des Instruments, eingesunkene Decken wird es bei KoAloha nicht geben).

    2016 wurden die Modelle überarbeitet, das KoAloha-Label in der Kopfplatte besteht jetzt aus Abalone, die Griffbretter sind aus Palisander. Was mir besonders gefällt, ist der Umstand, daß KoAloha intensiv an der Qualität des Finishes ihrer Ukulelen gearbeitet hat. Waren zuvor manchmal kleine Einschlüsse oder Vertiefungen erkennbar, kommen die neuen Modelle in einem wunderbar glatten Finish.

    KoAloha ist überzeugt von der Qualität ihrer Ukulelen und bietet daher ihre „Better Than The Weather“-Garantie an. Der Käufer einer KoAloha hat lebenslang Anspruch auf eine kostenlose Reparatur bei mangelhafter Verarbeitung oder defekten Materialien.

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