Kanile'a KSR Tenor gloss

  • Die KSR hatte ich schon im Januar 2019 auf der NAMM bewundert, nun habe ich es endlich in meinem Shop.

    Dieses Modell basiert auf der 2016er Platinum. Offensichtlich war die Nachfrage nach dieser limited edition wegen ihrer besonderen Features sehr hoch, so daß sich Joe Souza entschlossen hat, zwei der beliebtesten Features - der slotted headstock und der Bevel - mit einer K1 zu kombinieren.
    Herausgekommen ist die KSR!

    Der Korpus gleicht einer K1 mit dem neuen Bracing, es gibt keine Bindings oder Rosette, um den Preis "moderat" zu halten. Dafür hat Joe der KSR einen Bevel spendiert. Dieser ist im Vergleich zu anderen Herstellern wie z.B. Maestro sehr dezent gehalten, das heißt, die Abschrägen ist max. 7 mm "lang". Aber - wie ich im Video schon sagte - "sie macht ihren Job". Der rechte Unterarm liegt genau auf der Rundung, es fehlt einem nichts. Und durch diese kompakte Bauweise wird natürlich auch die Deckenfläche so wenig wie möglich verkleinert.

    Das zweite Feature ist die Fensterkopfplatte, die eine Dicke von 12 mm hat und dadurch - anders als z.B. bei der KSE - sehr schlank wirkt und natürlich auch Gewicht spart. Diese "Schlankheit" wird möglich durch die Gotoh Stealth Tuner, die kleinsten und leichtesten Mechaniken überhaupt, die aber trotzdem eine Übersetzung von 1:18 haben (beim Saitenwechsel sollte man also eine Kurbel zur Hand haben:-)).

    Diese Kopfplatte ist natürlich ein wichtiges optisches Feature, aber es hat auch klangliche Auswirkungen. Durch die andere Art der Saitenbefestigung laufen die Saiten in einem steileren Winkel hinter dem Sattel zur Welle des Tuners und bekommen so einen stärkeren Andruck auf dem Sattel. Dies führt zu einem strafferen und volleren Ton. Natürlich sind das nur Feinheiten, aber im direkten Vergleich - wie auf dem Video zu hören - durchaus wahrzunehmen.

    Fazit: ein sehr gelungenes Modell mit den wichtigsten Features der 2016er Platinum, aber ohne deren Preisschild (lag bei 3499,- Euro).

    Das im Video gezeigte Kanile'a Gigbag ist im Preis inbegriffen. Die Fotos zeigen das konkret zum Verkauf stehende Instrument, die Seriennummer lautet 0919-21510

    • Decke: Koa massiv
    • Boden/Zargen: Koa massiv
    • Mensur: 434 mm ( Tenor )
    • Deckeneinfassung: keine
    • Bodeneinfassung: keine
    • Hals: Mahagoni
    • Griffbrett: Ebenholz
    • Einlagen: mother of pearl dots 5./7./10./12./15 Bund
    • Sattel/Steg: NuBone
    • Brücke: Ebenholz
    • Mechaniken: Gotoh Stealth, Übersetzung 1:18
    • Rosette: keine
    • Kopfplatte: Ebenholz-Furnier
    • Halsbreite 1./12. Bund: 38 / 46 mm 
    • Gewicht : 590 Gramm 
    • Deckenbreite max: 23,5 cm 
    • Zargenhöhe max: 7 cm
    • Extras: Fensterkopfplatte, Bevel, TRU-R Bracing, kompensierte Stegeinlage, Steckersteg mit schwarzen Pins, UV gloss finish, Aquila Saiten, Logo und Dots aus mother-of-pearl ,Kanile'a Gigbag

  • Kanile'a ist einer der großen "4K" aus Hawaii und für mich die Speerspitze des modernen, aber tief in der Tradition verwurzelten Ukulelenbaus, 

    Joe Souza und seine Mitarbeiter bauen in ihrer Werkstatt in Kaneohe auf Oahu in minuziöser Handarbeit kleine Schmuckstücke mit dem typischen "Kanile'a-Sound", der unabhängig von der Größe der Ukulele immer gut erkennbar ist. Dieser Sound wird von vielen Profis sehr geschätzt (u.a. Aldrine Guerrero/Ukulele Underground, der mit Joe Souza ein eigenes Modell entwickelt hat).

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