Flight WUS 4 Sopran

  • 2019 habe ich auf Hawaii Juliana und Primoz, die Inhaber von Flight, kennengelernt. Wir haben viel über Ukulelen gefachsimpelt und es war offensichtlich, die beiden teilen meine Leidenschaft.

    Im April 2019 luden sie mich dann zur Musikmesse nach Frankfurt ein, um ihre neuen "high end" Modelle auszuprobieren. Leider mußte ich sagen, daß diese mir nicht wirklich gut gefielen und ich sie daher nicht in meinem Shop führen wollte.

    Wir saßen dann noch eine Weile am Stand ihres deutschen Großhändlers und unterhielten uns. Auf dem Tisch vor mir lag eine hübsche und dezente Sopran, und als Juliana kurz telefonierte, nahm ich diese, spielte sie und war sofort sehr begeistert.

    Es stellte sich heraus, daß dies der Prototyp einer Serie ist, die von japanischen Ukulelebauern auf Hawaii für Flight hergestellt wird. Was für eine Story! Ich meinte - eher scherzhaft - zu Juliana, wenn es diese Ukulelen jemals in Serie gäbe, nähme ich sie in meinen Shop, denn der Sound, die Bespielbarkeit und die Verarbeitung hatten mich sofort überzeugt.

    Anfang April schrieb mir Juliana, daß sie nun 50 WUS3 (Mahagoni) und 10 WUS4 (Koa) aus Hawaii bekommen hätten. Da die Produktion auf Hawaii mittlerweile aus Kostengründen eingestellt wurde, sind das die einzigen Modelle dieser Kooperation. Auf der Messe hatte ich nur das Modell aus Mahagoni spielen können, daher schickte mir Juliana das Koa-Modell zum Ausprobieren und nach den ersten Tönen, die ich auf ihr spielte, war sofort klar: die möchte ich haben!

    Daher gibt es die 10 WUS4 aus Koa exklusiv nur bei mir, daneben aber auch die WUS3 aus Mahagoni.

    Hier noch ein paar Details: beide Modelle werden aus laminierten Hölzern gebaut. Aber lassen wir uns davon nicht täuschen, ich hätte es am Klang nicht erkannt. Im Gegenteil, beide Modelle klingen, wie man es von den jeweiligen Hölzern erwartet. Das Mahagoni-Modell klingt in den unteren Frequenzen voller, das Koa-Modell punktet dagegen mit Klarheit und spritzigen Höhen. Ich kann den Sound nur als "typisch hawaiianisch" beschreiben.

    Die Tuner sind gewinkelt und übersetzt. Die Sattelbreite ist mit 36mm ein Millimeter breiter als der Durchschnitt, was sich für mich etwas bequemer greifen läßt. Der Hals ist wunderbar abgeflacht an der Rückseite und recht schlank, auch das führt in Kombination mit der flach eingestellten Saitenlage zu einer sehr guten Bespielbarkeit.

    Die Intonation ist dank der kompensierten Stegeinlage so gut wie es eben nur geht und der Steg läßt verschiedene Arten der Saitenbefestigung zu.

    Abgerundet wird dieses wunderbare Angebot durch ein einfaches, aber ausreichend stabiles Gigbag.

    Mein Fazit: ich habe noch nie eine auf Hawaii gebaute Ukulele gespielt, die diesen typischen Sound hat, aber nicht gleich 900€ aufwärts kostet. Das oft und gerne zitierte "Preis-Leistungs-Verhältnis" ist hier umwerfend. Egal, für welches Modell Du Dich entscheidest, für diesen Preis gibt es nichts Besseres.

    Aber warte nicht zu lang, ich vermute, diese limitierte Serie wird schnell viele Fans finden...

    Die Fotos zeigen nicht das konkret zum Verkauf stehende Instrument. Doch es sieht seiner Schwester auf den Fotos so ähnlich wie ein eineiiger Zwilling:-))

    • Decke: Koa laminiert
    • Boden/Zargen: Koa laminiert
    • Mensur: 350 mm ( Sopran )
    • Deckeneinfassung: keine
    • Bodeneinfassung: keine
    • Hals: Mahagoni
    • Griffbrett: Pacific Walnut
    • Einlagen: Pearl dots 5. / 7. / 10. Bund
    • Side Dots: 5. / 7. / 10. Bund
    • Sattel/Steg: Knochen
    • Brücke: Pacific Walnut
    • Mechaniken: No Name chrom, gewinkelt, 4:1 übersetzt
    • Rosette: keine
    • Kopfplatte: Mahagoni
    • Halsbreite 1./12. Bund: 36 / 45 mm
    • Gewicht: 370 Gramm
    • Deckenbreite max: 17 cm
    • Zargenhöhe max: 5,5 cm
    • Bünde: 15
    • Extras : Gigbag

    • Lassen wir Juliana selbst zu Worte kommen, wie es zu diesen Ukulelen kam:

      "Team at Flight like to continuously improve and learn new things. A lot of modern uke brands have never been to Hawaii, they only went to China to order the cheapest ukes there. This is not the way that Flight wanted to operate. During the past few years Flight started to work on improving the quality of the ukuleles, going into higher ranges, and endless possibilities have opened. You cannot call yourself a serious uke brand if you've never been to Hawaii before, so the team at Flight booked a trip to Hawaii, where they visited all the ukulele factories and ukulele stores.

      Through connections and introductions, they got to meet Japanese ukulele makers, who produce ukuleles for a quite famous Japanese brand in Japan. They were just setting up their new production line in Hawaii and they offered Flight to collaborate with them on a special edition Flight ukes made in Hawaii. Flight likes to experiment, so it was impossible to say no. One year later, the ukuleles are finally here and the sound is just beautiful. Unfortunately, this was a limited run, due to high costs of operation in the USA the production has now been closed, but Flight were lucky enough to secure a limited quantity of these instruments."

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