Romero Creations XS Sopran Koa #7013

  • Schon im Herbst 2016 sind mir in einer Werbeanzeige im amerikanischen "Ukulele Magazine" die neuen Ukulelen von Pepe Romero Jr. aufgefallen. Ich war begeistert vom Design der Tiny Tenor und der XS und hoffte erstens, Pepe würde einen Stand auf der NAMM haben und zweitens, daß die Ukulelen so gut klingen wie sie - für mich - aussehen.

    Um es kurz zu machen, beide Wünsche sind in Erfüllung gegangen:-))

    Wer mehr über die Entstehung und den Hintergrund des Design wissen möchte, klickt bitte auf den Tab "Hersteller".

     In Kürze: Pepe hat gemeinsam mit Daniel Ho dieses Design entwickelt mit dem Ziel, eine Ukulele - Tenor oder Sopran - zu bauen, die den Sound dieser jeweiligen Größe hat, jedoch nicht die Ausmaße.

    Herausgekommen ist dabei ein Instrument, das seinesgleichen sucht. Mit einer Gesamtlänge von ca. 47 cm ist die XS gut 7 Zentimeter kürzer als eine durchschnittliche Sopranukulele. Da durch die Bauweise die Deckenfläche allerdings fast gleich geblieben ist, hat die XS einen erstaunlich vollen Sound mit sehr vielen Mitten. Durch das Koa kommt natürlich auch sehr viel Wärme in den Ton.

    Da Daniel Ho ausschließlich low G spielt, werden alle Romeros auch so ausgeliefert. Ich bin ja eigentlich kein Fan von low G auf einer Sopran, da mir meistens das "low end" (von Bässen kann man ja selbst bei einer Tenor nicht wirklich reden) wegen der kleinen Decke fehlt. Aber ich muß zugeben, daß Pepe mich mit der XS vom Gegenteil überzeugt hat.

    Klar, mit der Wucht einer KoAloha Tenor z.B. kann die XS nicht mithalten, aber das ist auch ein unfairer Vergleich. Für die Soprangröße ist die XS für mich eine der besten (wenn nicht sogar die beste) Ukulelen, die es gibt. Die low G fällt im Klangbild überhaupt nicht zurück, der klangliche Übergang von der g zur c-Saite ist sehr ausgewogen.

    Durch die selbst entwickelten Saiten (die low G ist mit Metall umsponnen und geschliffen, macht also kaum Nebengeräusche beim Lagenwechsel) ist auch die Intonation bis in die hohen Lagen auffallend gut. Und durch den Korpusansatz am 14. Bund sind auch die hohen Lagen bei der XS sehr bequem zu erreichen.

    Fazit: wer low G auf einer Ukulele spielen möchte und den charakteristischen Koa-Sound mag, bekommt hier eine Ukulele, die schwer zu überbieten ist, und das auch zu einem wirklichen fairen Preis.

     

    • Decke: Koa
    • Boden/Zargen: Koa
    • Mensur: 342 mm ( Sopran )
    • Deckeneinfassung: keine
    • Bodeneinfassung: keine
    • Hals: Mahagoni
    • Griffbrett: Graphit
    • Einlagen: Abalone dots im 5. / 7. / 10. und 12. Bund
    • Sattel/Steg:  Knochen
    • Brücke: Ebenholz
    • Mechaniken: schwarz, gewinkelt, übersetzt
    • Rosette: Abalone
    • Kopfplatte: Ebenholzfurnier mit Logo von Daniel Ho
    • Halsbreite 1./12. Bund: 35 /43 mm
    • Gewicht: 440 Gramm
    • Deckenbreite max: 17,5 cm
    • Zargenhöhe max: 6,3 cm
    • Bünde: 16
    • Extras: Lightcase. low G Romero Saiten

  • Pepe Romero Jr. ist der Sohn des berühmten Gitarristen Pepe Romero (da hat der sich ja wirklich Mühe gegeben bei der Namensfindung für seinen Sohn...).

    Pepe Jr. hat schon früh angefangen, sich für den Bau von klassischen Gitarren zu interessieren und hat eine entsprechende Ausbildung absolviert, später kam dann seine Liebe für den Ukulelenbau dazu. Die in seiner Werkstatt in Kalifornien hergestellten custom Ukulelen sind allerdings erst ab $3000 erhältlich.

    Glücklicherweise für alle, die nicht ganz so viel Geld ausgeben wollen, kam eines Tages Pepe's Freund Daniel Ho auf ihn zu mit der Bitte, eine Ukulele zu entwickeln, die den Sound einer Tenor, aber die Ausmaße (und damit die Transportabilität) einer Concert hat.

    Pepe kürzte zunächst die Kopfplatte und eleminierte die Taille des Korpus, dann setzte er das Schalloch näher an den Hals. Somit hat die schwingende Deckenfläche (Pepe nennt das "the pumping area") fast die gleiche Größe wie bei einer Tenor, der Korpus fühlt sich aber deutlich kleiner an. Dann würde der hintere Teil des Korpus noch etwas vergrößert, so daß der rechte Unterarm komfortabel auf dem Instrument zu liegen kommen kann.

    So wurde die "Tiny Tenor" geboren. Dieses Konzept hat Pepe dann auf die Sopran übertragen, um auch hier bei gleichem Sound und Handling ein noch kleineres Instrument zu schaffen.

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