Blackbird BTU Tenor

  •                                            ACHTUNG:
    Ich habe gerade eine umfangreiche Ukulelensammlung aufgekauft.
    Der Verkäufer hat innerhalb von sechs Monaten von Mitte bis Ende 2016
    insgesamt neun sehr hochwertige Ukulelen von Kamaka, KoAloha, Kanile'a
    und Blackbird gekauft und dann festgestellt, daß das Ukulelespielen doch nichts für ihn ist.

    Daher hat er sich nun entschlossen, mir alle neun Ukulelen zu verkaufen, damit sie - endlich mal - gespielt werden, denn er hat sie alle wirklich nie auch nur ausprobiert, sondern sich nur an die Wand gehängt. Die Instrumente sind also in einem nagelneuen Zustand, ohne Kratzer oder irgendwelche Spielspuren. 

    Die BTU wurde vom Händler, bei dem die Ukulele gekauft wurde, mit Aquila low G besaitet, ich würde jedoch - wie bei Blackbird üblich - Fluorcarbonsaiten empfehlen, aber das ist Geschmacksache.

    Ich selbst bin kein großer Fan dieser Carbonoptik, hatte aber einmal für einen Kunden eine BTU bei Blackbird bestellt und muß sagen, ich war vom Sound begeistert. Erstaunlicherweise klingt die BTU überhaupt nicht kalt oder steril. Sie hat erstens die Fülle der Ekoa-Ukulelen von Blackbird, aber mit mehr Höhen. 

    Sie ist einen Hauch leichter als die Farallon und hat am Boden eine kleine "Einbuchtung", so daß sie sich - auch mit Bauchansatz :-)) - sehr bequem spielen läßt. Die Saitenlage ist natürlich wieder sehr tief eingerichtet, da man keine Veränderungen im Hals befürchten muß.

    Und es wurde ein Fishman/MiSi eingebaut, der zwei Rädchen im "Schalloch" hat, eines für die Höhenblende, das andere für die Lautstärke.

    Fazit: Die BTU ist trotz ihres exotischen Aussehens ein klanglicher Allrounder, der einige wirklich teure (Holz-)Ukulelen ziemlich blass aussehen läßt. Klar, die Optik polarisiert, aber man bekommt ein absolut roadtaugliches, leicht zu spielendes und klanglich überzeugendes Instrument.

    Der Neupreis der BTU liegt bei 1649,- Euro, der Fishman schlägt mit 200,- Euro zu Buche. Ich biete das - ungespielte - Instrument für einen Rabatt von knapp 20% an. Da der Verkäufer das Original-Gigbag nicht mehr gefunden hat, ist im Preis ein sehr gutes Gigbag von Warwick/Rockbag enthalten.

    • Decke: Carbon
    • Boden/Zargen: Carbon
    • Mensur: 433 mm ( Tenor )
    • Deckeneinfassung: keine
    • Bodeneinfassung: keine
    • Hals: Carbon
    • Griffbrett: Graphit
    • Einlagen: keine
    • Sattel/Steg:  TUSQ
    • Brücke: Graphit
    • Mechaniken: Gotoh gewinkelt
    • Rosette: keine
    • Kopfplatte: Carbon mit zusätzlichem Schalloch
    • Halsbreite 1./12. Bund: 35 /45 mm
    • Gewicht: 720 Gramm
    • Deckenbreite max: 23,5 cm
    • Zargenhöhe max: 7,5 cm
    • Bünde: 20
    • Extras: zwei Gurtpin, Gigbag

  • Joe Luttwak, der Chef von Blackbird Guitars hat vor mehr als 10 Jahren angefangen, Gitarren aus Carbon zu bauen mit dem Wunsch, die ultimative Reisegitarre herzustellen: kleiner als die herkömmlichen Gitarren, aber ohne Kompromisse im Sound.

    Vor drei Jahren hat er dann diese Idee auf Ukulelen übertragen und die Concertukulele Clara designt. Dazu entwickelte er ein Material, daß er "Ekoa" nennt und das aus biobasiertem Harz und Leinen hergestellt wird.

    Vor einem Jahr erblickte dann die Tenorukulele "Farallon" das Licht der Welt, die ebenfalls aus Ekoa hergestellt wird. Die Verarbeitung dieses Materials ist sehr speziell, wen das interessiert, der kann sich das Video von meinem Besuch der Werkstatt von Blackbird auf Youtube ansehen:

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