Kiwaya Strummer Concert Maple

  • Wie in jedem Jahr führt mich mein erster Weg auf der NAMM - noch am Mittwoch nachmittag, also vor der offiziellen Eröffnung - zum Stand von Kiwaya. Dort schaue ich mir aber immer "nur" die high-end Ukulelen verschiedener japanischer Luthiers an. Die Kiwaya-Ukulelen hatten bislang noch nicht mein Interesse geweckt. 

    Als ich am zweiten Tag der NAMM dann morgens noch einmal am Stand war, um eine sehr teure Ukulele anzuspielen (die mich nicht überzeugte), fielen mir zwei umwerfend aussehende Concerts von Kiwaya ins Auge. Und als ich sie anspielte, war ich extrem überrascht, was für ein grandioser Sound. 
    Diese Kiwayas stammen zwar aus der sog. "Strummer Series", aber ich finde, sie eignen sich hervorragend auch für Fingerpicking.

    Den Sound würde ich als typisch japanisch bezeichnen. Die Ukulelen haben nicht das Volumen einer Koaloha, sondern punkten mit sehr warmem und weichen Sound. Der Detailreichtum ist großartig, die Ukulele spricht sehr sensibel an und setzt jede Veränderung im Anschlag sofort entsprechend in Sound um. 

    So etwas kenne ich eigentlich nur von japanischen Luthiers wie Shinji Takahashi oder Yaoki Yoshiro, nur spielen deren Ukulelen preislich in einer anderen Liga:-))

    Auch die Verarbeitung ist hier auf typisch japanisch hohem Niveau. Angefangen von der Qualität des Curly Maple über die elegant geschwungenen Kopfplatte mit vergoldeten Gotohs und dem geschmackvollen Abalone-Binding mit Maple-Purfling ist die Kiwaya eine schöne Mischung aus "Blink Blink" und Understatement.

    Der Klangunterschied zum Koa-Modell ist erstaunlich klein. Das Modell aus Ahorn hat ein Quentchen mehr Höhen, das Koa-Modell einen Hauch mehr Wärme. Aber spielte ich eine Ukulele jetzt und die zweite in einer Stunde, würde ich schon keinen Unterschied mehr erkennen. Man darf hier wirklich nach Optik entscheiden, beiden Ukulelen spielen in der ersten Liga. Oder man nimmt beide und spielt die Maple mit high G und die Koa mit low G. Ein schönes Pärchen :-))

    Wer auf der Suche nach einer Ukulele ist, die nicht auf vordergründige Lautstärke setzt (in dem Fall empfehle ich eine Banjo-Ukulele:-)), sondern sich schmeichelnd in den Ohren festsetzt, bis man sie nicht mehr aus der Hand legen möchte, könnte hier die Ukulele für's Leben finden.

    Ein Hartschalenkoffer ist im Preis inbegriffen. Die Ukulele hat die kryptische Modellbezeichnung KPC-5 MPL/E, die Seriennummer lautet 300019. Dieses Modell wird fast nur in Japan angeboten und dort zu deutlich höheren Preisen.

  • Decke: curly maple
    Boden/Zargen: curly maple
    Mensur: 382 mm ( Concert )
    Deckeneinfassung: Binding Koa, Purfling Abalone
    Bodeneinfassung: keine
    Hals: Mahagoni
    Griffbrett: Ebenholz
    Einlagen: Abalone dots 5./7./10./12./15. Bund
    Sattel/Steg: TUSQ
    Brücke: Ebenholz
    Mechaniken: Gotoh 4:1 Übersetzung vergoldet
    Rosette: dreilagig Abalone/schwarz
    Kopfplatte: Maple headplate
    Halsbreite 1./12. Bund: 37 /45 mm
    Gewicht: 480 Gramm
    Deckenbreite max: 20,5 cm
    Zargenhöhe max: 6,2 cm
    Bünde: 18
    Extras: Hartschalenkoffer, vergoldeter Gurtpin, Abalone-Logo in der Kopfplatte, high gloss finish, Fremont Saiten


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